Der toskanischen Tradition folgend werden auf dem Podere Il Casino neben Oliven auch Trauben produziert. Die Reben wachsen nur einen Steinwurf von den renommierten Weinlagen Montalcino’s entfernt heran und sind Teil des 1998 geschaffenen DOC-Bereichs Montecucco.
Die Lage am Hang des erloschenen Vulkans Monte Amiata – unsere Weinberge liegen auf rund 400 Meter über Meer - ist für die Qualität der Weine von entscheidender Bedeutung. Einerseits dient das Massiv als Wasserspeicher, andererseits verschafft es den Trauben die vor allem in der Reifungszeit wichtige nächtliche Abkühlung. Diese ist deshalb so wichtig, weil sie die Aromabildung fördert, den Säureabbau verlangsamt und so die Produktion herausragender Traubenqualität ermöglicht. Auch die Böden sind vom Amiata-Vulkan geprägt. Die sehr heterogenen Bodenformationen haben eines gemeinsam: Sie sind sehr kalkreich. Noch vor wenigen Jahrzehnten wurde hier noch Kalkstein gebrannt, was die Überreste eines rudimentären Brennofens bezeugen. Die strukturierten, steinigen Böden setzen sich zusammen aus sandigen Lehm, Mergel und in einigen Parzellen findet man den für den Weinbau besonders begehrten Kalkschiefer, welcher hier Galestro genannt wird.
Die Rebfläche umfasst insgesamt knapp 4 ha und ist auf vier Parzellen verteilt, mit einer Pflanzdichte von 5500 Reben je Hektare. Die grösste Fläche wird dem Sangiovese einberaumt, während geeignete Flächen zusätzlich mit Cabernet Sauvignon und Merlot bepflanzt sind. Unsere Anbaumethoden entsprechen den Richtlinien des biologischen Landbaus – seit 2006 sind wir Bio-zertifiziert. Wir verzichten bei der Weinbereitung auf künstliche Zusätze und arbeiten mit den natürlich vorkommenden Hefen, deshalb muss die lokale Mikroflora und –fauna unbedingt erhalten bleiben. Durch den Einsatz von Pestiziden und synthetischen Dünger würde diese vernichtet.
Um eine Monokultur zu vermeiden und die Biodiversität des Rebbergs zu steigern, werden die Rebzeilen begrünt. Für die Begrünung wird eine artenreiche Kräutermischung mit Leguminosen, Gräsern, Getreide und Medizinalpflanzen hergestellt, welche mittels tiefgründiger Durchwurzelung und der einhergehenden Anreicherung von organischer Substanz die Krümelung und Wasserspeicherfähigkeit des Bodens verbessern soll. Im Sommer wird anhand einer rigorosen Behangausdünnung sichergestellt, dass die Trauben gut belüftet sind. So können Krankheiten vermieden, die Anzahl Spritzungen reduziert und die Ausreifung der Trauben auch in feuchten Sommern gewährleistet werden. Dies führt aber auch dazu, dass die Erträge mit zwischen 20-30 hl/ha sehr tief ausfallen.
Wir betreiben einen sehr hohen Aufwand, um gesunde, reife Trauben herzustellen. In der Weinbereitung versuchen wir hingegen, möglichst wenig einzugreifen, damit die Qualität der Trauben und die Eigenschaften des Jahrgangs und des Bodens möglichst unverzerrt zum Ausdruck kommen.
Die Gärung setzt spontan mittels natürlicher, im Rebberg und im Weinkeller vorkommenden Hefen ein. Auf den Einsatz von Reinzuchthefen und anderer Zusatzstoffe wie Extraktionsenzyme, künstliche Tannine etc. wird verzichtet. Einzig kleine Dosen Schwefel werden zugegeben, um die Entwicklung von unerwünschten Bakterien zu hemmen und den Wein für die Zeit in der Flasche zu stabilisieren.
Die verschiedenen Sorten werden getrennt in Stahltanks und in Holzfässern vergoren, der Wein lagert danach in Stahltanks und in 500 l - Tonneaux. Der biologische Säureabbau verläuft spontan und ohne Zugabe von Bakterien.
Der Ausbau in den Fässern und die Lagerung der abgefüllten Flaschen erfolgen in temperaturkontrollierten Lagerräumen.


